Die dänischen und deutschen Partner im Fehmarnbelt-Komitee intensivieren ihre Bemühungen, um mit Blick auf die Eröffnung der festen Fehmarnbelt-Querung eine stärkere und besser integrierte Fehmarnbelt-Region zu schaffen.
Mit Schwerpunkt auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Tourismus, Schule, Kultur und Bildung plant das Komitee die Einrichtung mehrerer Arbeitsgruppen, die sich aus dänischen und deutschen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Bildungswesen zusammensetzen.
Die erste Arbeitsgruppe „Kultur – Bildung – Schule“ hat ihre Arbeit bereits aufgenommen.
Für eine integrierte deutsch-dänische Region
Das Fehmarnbelt-Komitee wurde 2009 gegründet und zählt heute 32 Mitglieder. Neben Politikerinnen und Politikern gehören ihm Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Arbeitsmarkt, Kultur und Tourismus an.
Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen Dänemark und Deutschland und wird in diesem Jahr von Landrat Timo Gaarz, Kreis Ostholstein, wahrgenommen.
„Mit den Arbeitsgruppen gehen wir den nächsten Schritt bei der Entwicklung eines gemeinsamen deutsch-dänischen Wachstums- und Kooperationsraums. Ziel ist es, Projekte und Aktivitäten zu schaffen, die die Integration stärken und sicherstellen, dass wir den größtmöglichen Nutzen aus der künftigen festen Fehmarnbelt-Querung ziehen“, sagt Landrat Timo Gaarz.
Gleichzeitig freut er sich über die große Unterstützung von Fachleuten und Institutionen auf beiden Seiten der Grenze.
„Es ist entscheidend, dass sich Menschen mit praktischer Erfahrung und fachlicher Kompetenz in die Arbeit einbringen. Das schafft die besten Voraussetzungen für Ergebnisse, die einen echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen der Region bieten“, so Timo Gaarz.
Erste Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit aufgenommen
Zwölf Vertreterinnen und Vertreter von Grundschulen, Gymnasien, Berufsbildungszentren, Sprachschulen und Musikschulen in Dänemark und Deutschland bilden die Arbeitsgruppe „Kultur – Bildung – Schule“.
Ziel der Gruppe ist es, eine deutsch-dänische Zusammenarbeit von der Grundschule über die berufliche Ausbildung und Hochschulbildung bis hin zur Erwachsenenbildung sicherzustellen.
„Grenzüberschreitende Zusammenarbeit entsteht nicht von selbst. Sie braucht engagierte Menschen, die Kontakte knüpfen, Projekte entwickeln und Aktivitäten konsequent bis zum Abschluss begleiten. Lehrkräfte, Dozierende und Mitarbeitende der Bildungseinrichtungen spielen daher eine zentrale Rolle für den Erfolg der Zusammenarbeit“, sagt Projektkoordinatorin Dorothee Schönfeldt von Femern Belt Development, die als dänische Sekretärin des Fehmarnbelt-Komitees tätig ist. Auf deutscher Seite wird diese Aufgabe vom Kreis Ostholstein wahrgenommen.
Langfristig soll es jungen Menschen und Erwachsenen in der Region ermöglicht werden, grenzüberschreitend zu studieren, zu arbeiten und zusammenzuarbeiten.
„Wenn mehr Menschen Erfahrungen mit dem Nachbarland sammeln, die Sprache im Alltag anwenden und einander besser kennenlernen, stärkt das sowohl die Bildungschancen als auch den Arbeitsmarkt und die gemeinsame regionale Identität“, sagt Dorothee Schönfeldt.