Der Arbeitshafen in Rødbyhavn, zu dem Baumaterialien verschifft werden und aus dem die fertigen Tunnelelemente auf den Belt ausgesegelt werden, wird Europas größter Arbeitshafen sein. Abbildung: Femern A / S.
Boskalis und Joint-Venture-Partner Van Oord haben mit dem Bau eines Arbeitshafens für das Fehmarnbelt-Projekt in Rødbyhavn begonnen.
Der Arbeitshafen wird 500.000 Quadratmeter groß sein und für den Bau des 18 Kilometer langen Fehmarn-Tunnels zwischen Dänemark und Deutschland genutzt.
Europas größter Arbeitshafen
„Der Hafen wird Europas größter Arbeitshafen sein und ist für den Bau des Tunnels selbst von entscheidender Bedeutung. Wir benötigen große Mengen Baumaterial, die zum Hafen gebracht werden müssen. Und von hier aus werden die fertigen Tunnelelemente bis zu ihrem endgültigen Platz auf dem Meeresboden im Fehmarnbelt gesegelt “, sagt Pedro da Silva Jørgensen, Projektleiter bei Fehmarn A / S.
Große Maschinen und schweres Material
Es sind große Maschinen und schweres Gerät, die für die diese Aufgaben benötigt werden, sagt Femern A/S. Das Schiff zur Gesteinversetzung "Fette Fetsy" und drei große Lastkähne kamen im Mai nach Rødbyhavn. Die "Fette Fetsy" macht ihrem Namen mit seiner Länge von 60 Metern und seiner Breite von 20 Metern alle Ehre.
Das Schiff wird die tausend Tonnen schweren Granitblöcke platzieren, die 500 Meter vor der Küste zu neuen Molen werden.
Gleichzeitig arbeiten Werften im niederländischen Rotterdam auf Hochdruck an der Vorbereitung mehrerer Lastkähne und anderer schwimmenden Maschinen, die sich bald am Hafenbau beteiligen werden.
Ein ordentliches Monster
Der Bagger "Simson" ist ein ordentliches Monster mit 68 mal 23 Metern. Seine gigantische Schaufel kann in 30 Meter tiefem Wasser graben und im Handumdrehen 34 Kubikmeter oder 300 gefüllte Schubkarren aufnehmen.
"Simson" soll das Becken des Arbeitshafens sowie die Fahrrinne ausheben. Die vielen Kubikmeter Aushubmaterial werden dann auf Schiffen verladen und an die Küste transportiert, sie sind Teil einer größeren Landgewinnung mit mehreren Hektar neuer Natur- und Erholungsgebiete auf Lolland.
14 verschiedene Bauschiffe
"Wir gehen davon aus, dass später in 2021 mindestens 14 verschiedene Bauschiffe und schwimmende Baggermaschinen am Arbeitshafen hart arbeiten werden. Der Hafen muss so schnell wie möglich bereit stehen, um die große Baustelle zu versorgen und das Aussegeln der von Tunnelelementen zu ermöglichen.", sagt Projektmanager Pedro da Silva Jørgensen.
Im Jahr 2021 wird auch mit dem Bau der Elementfabrik begonnen, die den Dreh- und Angelpunkt des Tunnelbaus bilden wird. Das erste Tunnelelement wird voraussichtlich in 2024 abgesenkt werden.
Der Fehmarnbelttunnel wird voraussichtlich bis 2029 fertiggestellt sein. Die Fahrt nach Deutschland dauert dann 10 Minuten mit dem Auto und sieben Minuten mit dem Zug.