Femern A/S und die dänische Naturschutzbehörde haben in Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten und durch Landkäufe einen völlig neues, zusammenhängendes Naturgebiet geschaffen (auf der Karte grün markiert), welches der Natur und der Erholung in Rødby einen bedeutenden Schub geben wird.
Das Naturgebiet wird 55 Hektar groß sein, was einer Fläche von fast 80 Fußballfeldern entspricht, so Femern A/S.
"In engem Dialog mit allen betroffenen Grundstückseigentümern haben wir eine umwelt- und naturverträgliche Lösung gefunden, bei der kleine, verstreute Grundstücke zu einer größeren Fläche zusammengefasst werden. Unser Ziel war es, die Landwirte zu unterstützen und gleichzeitig ein zusammenhängendes Naturgebiet zu schaffen, das der Natur und der Tier- und Pflanzenwelt in diesem Gebiet zugute kommt", sagt Christian Henriksen, Behördenleiter bei Femern A/S und einer der Hauptverantwortlichen für diese Vereinbarung.
Wald und offene Natur
Die Behörde für Umwelt wird das gesamte Gebiet übernehmen und plant, eine Mischung aus Wald in der Nähe von Rødby sowie offenen Naturgebieten zu schaffen. Darüber hinaus werden verschiedene Einrichtungen für den Aufenthalt in der Natur geschaffen, darunter Wanderwege, Windschutzhütten und Campingplätze.
Femern A/S wird neue Teiche anlegen und den Wasserlauf auf dem Land erweitern, während die Gemeinde Lolland den Wasserlauf auf dem Abschnitt südlich von Rødby erweitern wird.
Die Erweiterung des Wasserlaufs wird künftige Überschwemmungen der nahe gelegenen Felder verhindern, was den Landwirten Sorgen bereitete.
Klimawald auf 20 Hektar
Die Behörde für Umwelt freut sich auf die Übernahme des großen Areals und die damit verbundenen Möglichkeiten für naturnahe Erlebnisse für Bewohner und Besucher der Region.
"Das Naturgebiet wird ein grüner Erholungsraum mit ländlicher Natur in Rødby, Wanderwegen entlang des Næsbæk und langfristig einem Klimawald von etwa 20 Hektar sein. Gleichzeitig wird den Autofahrern bei der Ausfahrt aus dem Fehmarnbelt-Tunnel eine attraktive Grünfläche geboten", sagt Förster Claus Jespersen, Leiter des Landmanagements bei der Behörde für Umwelt.
Plan in der öffentlichen Konsultation
Die Behörde für Umwelt und der Umweltrat der Gemeinde Lolland werden die tatsächliche Gestaltung der Gebiete planen, und der Gesamtplan wird dann zur öffentlichen Konsultation gestellt.
"Beim Fehmarnbelt-Projekt geht es um mehr als um Verkehr und Wirtschaftsförderung. Es geht auch um sehr bürgernahe Maßnahmen wie die neuen Landflächen um Rødbyhavn und jetzt auch das Naturgebiet in Rødby. Wir freuen uns darauf, die Pläne für das neue Naturgebiet vorzustellen", sagt Bürgermeister Holger Schou Rasmussen von der Gemeinde Lolland.
Der Natur wird Rechnung getragen
Die Dänische Organisation für Naturschutz lobt den neuen Plan, der sich sowohl auf Lösungen für den einzelnen Landbesitzer als auch auf die umliegende Natur konzentriert.
"Der Ansatz des Fehmarnbelt-Projekts, die Natur zu berücksichtigen, ist einzigartig, und ich hoffe, dass diese Art des Ausgleichs zwischen Umwelt und Natur bei einer Landzuweisung als Modell für andere Projekte dienen wird. Das neue Naturgebiet stärkt die lokale Artenvielfalt und wird langfristig ein großer Gewinn für Landbesitzer, Anwohner und die Natur in der Region sein", sagt Michael Løvendal Kruse, Sprecher der Dänischen Organisation für Naturschutz für das Fehmarnbelt-Projekt.